BN-Fachseminar „Dezentrale Energiewende und Stromnetze“

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Datum/Zeit
Date(s) – 14/03/2015
10:00 – 17:00

Veranstaltungsort
Villa Leon

Kategorien


Der Bund Naturschutz in Bayern e.V. lädt ein zum Fachseminar „Dezentrale Energiewende und Stromnetze“

THEMA
Die dezentrale Energiewende, der Ausstieg aus der Energieproduktion mit Atomenergie, Kohle und Öl, ist ein MUSS, für unsere Gesundheit, für unsere Zukunft und für Gerechtigkeit. Eine zukunftsfähige Energiewende muss erfolgen als Energie-3-Sprung mit Energiesparen, mit Energieeffizienz und mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien, in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

Das Ziel der Energiewende sind 100 Prozent Erneuerbare Energien.

Der Ausbau und Umbau auf Erneuerbare Energien erfordert vor allem eine Modernisierung und den Aus- und Umbau der Verteilernetze, also des Netzes des Haushaltstroms (400 Volt), des Mittelspannungsnetzes (20 Kilovolt) und des  Hochspannungsnetzes (110 Kilovolt), die Strom über Entfernungen von 1 km, respektive 10 km und 100 km transportieren.
Das Wirtschaftsministerium in Berlin verfolgt ein zentralistisches Stromsystem. Dezentralität kommt entsprechend in den Energie- und Stromszenarien des Bundeswirtschaftsministerium und der Bundesnetzagentur nicht vor. Die Netzentwicklungspläne der Bundesregierung, die die Grundlage der Netzausbaugesetze bilden, haben sich nie mit dezentralen Konzepten der Erneuerbaren
Energien beschäftigt. In Konsequenz setzen sie bis heute auf Atomenergie als Brückentechnologie bis 2022, auf Kohlestrom ohne Rücksicht auf den Klimaschutz und auf den Ausbau der offshore Windenergie im Meer, trotz all derer technischen, finanziellen und ökologischen Probleme.

Der BUND Naturschutz hatte seit 2011 gefordert, dezentrale Alternativen zu untersuchen: wie Energiesparen, wie dezentrale Kraftwärmekopplung zur Stabilisierung der Stromnetze und wie den dynamischeren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Süddeutschland, v.a. auch der Windenergie in Bayern. Dies ist nicht erfolgt!

In Folge kranken die bis heute vorgelegten Netzentwicklungspläne für den Ferntransport von Strom daran, dass sie ein zentrales System zu Grunde legen, das für ein System mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien ungeeignet ist.
Die Physik der Stromproduktion der Erneuerbaren Energien ist dezentral. Diese Dezentralität ist beim Systemaufbau des Stromnetzes zu berücksichtigen.

Der Systemumbau zu 100 Prozent Erneuerbare Energien benötigt dezentral strukturierte Bürgerenergiegesellschaften zur Finanzierung, benötigt lokale Wertschöpfung als Motor dieser gesellschaftlichen Aufgabe, benötigt regionale Strommärkte – die heutige zentrale grenzkosten- basierte Strombörse wird den Anforderungen der Erneuerbaren Energien nicht gerecht.

INHALT
Das Seminar beschreibt die Entwicklung einer sicheren Stromversorgung auf Basis 100 Prozent Erneuerbarer Energien. Welche Mengen elektrischer Energie [kWh] und Leistungen [kW] sind erforderlich und verfügbar? Welche Stromnetze
benötigen wir in Deutschland und Bayern? Welche Rahmenbedingungen und technischen Anforderungen sind bei der Auslegung des so genannten “Smart Grid” zu beachten? Welche Speichertechnologien und Stromnetze passen zu einer dezentralen Energiewende?

In dem Seminar werden mögliche Wege für Bayern und Deutschland auf Basis vorhandener Daten neu analysiert und dargelegt. Das Seminar soll umfangreiches technisches Hintergrundwissen zu diesem komplexen Themenfeld vermitteln und bietet deshalb auch viel Raum für eine Diskussion mit den Referenten und zwischen den Teilnehmern.

REFERENTEN
– Dr. Wilfried Attenberger, Physiker, Vorstand und Energiereferent BN Landshut, ab 2015 Stellvertretender Sprecher BN Landesarbeitskreises Energie.
– Tomi Engel, IT-Spezialist, Stellvertretender Vorsitzender BN Neustadt an der Aisch, Mitglied im BN Landesarbeitskreises Energie.

Anschl. AUSFÜHRLICHE DISKUSSION

ZIELGRUPPE
Aktive und Interessierte in der Energiewendebewegung und im BUND Naturschutz, Aktive und Interessierte in Bürgerinitiativen.

ANMELDUNG
Bitte melden Sie sich an bei Hildegard Grau, Referat für Energie und Klimaschutz des BUND Naturschutz in Bayern.
hildegard.grau@bund-naturschutz.de
Telefon: 0911 8187 826

Alle weiteren Details im Flyer hier: Link

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