Aktionstag „JA zu Energiewende und Klimaschutz!“

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Datum/Zeit
Date(s) – 14/09/2013
10:00 – 15:00

Veranstaltungsort
Rathausplatz Erlangen

Kategorien


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JA zu Energiewende und Klimaschutz!

Die jüngsten extremen Wettersituationen mit verheerendem Hochwasser in vielen Teilen Deutschlands gefolgt von neuen Temperaturrekorden in Österreich und anderen Teilen der Welt haben es erneut eindrücklich vor Augen geführt.
Ein weiteres Abwarten und Zaudern bei der Energiewende und dem Klimaschutz sind unverantwortbar.
Politisch muss dieses Thema mit höchster Priorität verfolgt werden!
In Bayern erleben wir unterdessen gerade eine 180°-Kehrtwende bei der Energiewende und dem Klimaschutz. Der Ausbau der Windkraft, eine wesentliche Säule der Energiewende, droht mit den neuen Abstandsregelungen faktisch zum Erliegen gebracht zu werden. Zudem mehren sich die Stimmen, das EEG abschaffen zu wollen. Ein wesentlicher Garant für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien wäre hiermit massiv gefährdet.
Bei den vorherrschenden niedrigen Kosten der CO2-Emmisionszertifikate bleibt der Ausweitung der Stromerzeugung per Kohlekraft, dem Klimakiller Nummer 1, Tür und Tor geöffnet.

Gleichzeitig bietet die Energiewende vielfältigste Chancen!
Sie schafft zusätzliche Wertschöpfung auf regionaler Ebene und neue Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Branchen. Sie eröffnet hervorragende Exportmöglichkeiten für innovative Produkte und Lösungen. Sie minimiert die Importabhängigkeit von teurer werdenden fossilen Energieträgern und senkt so langfristig die Energiekosten.

Einen Tag vor der Landtagswahl und eine Woche vor der Bundestagswahl veranstaltet ein überparteiliches Bündnis am 14.9.2013 den Aktionstag „JA zu Energiewende und Klimaschutz“ in Erlangen, um den Wählern die Dringlichkeit der Energiewende sowie des Klimaschutzes in Erinnerung zu rufen und zu einem energiewende- und klimagerechten Wählen aufzurufen.

Programm:

ab 10:00 Informationsstände auf dem Rathausplatz und Begleitprogramm in der Fussgängerzone
(Infostände u. a. mit Hintergrundinformationen zum Forderungskatalog der Veranstalter und einem Energiewende-Check der Parteiprogramme. Für Kinder wird das Basteln von Windrädern angeboten)

10:30 Eröffnung, anschl. Musik & Message mit Wulli Wullschläger & Sonja Tonn

11:00 – 12:00 Redebeiträge von:
– Dr. Maiken Winter, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
– Dr. Andrea Fehrmann, IG Metall
– Manuel Stratmann, Greenpeace
– Doris Tropper, Bund Naturschutz
– Frank Farenski, freier Journalist
– Lea & Mira, Schülerinitiative Plant-for-the-Planet

12:00 Übergabe der Forderungen des Aktionsbündnisses an die anwesenden Bundestags- und Landtagsdirektkandidaten

13:00 parallele Vorführung der Filme „Die 4. Revolution“ & „Leben mit der Energiewende“ im Manhattan Kino
Der Eintritt ins Kino ist frei.

Die Forderungen der Veranstalter an die Politik sind u. a.:

    1. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien durch eine Energiewende in Bürgerhand muss konsequent fortgesetzt werden!
      Der weitere dezentrale Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht kurzfristigen, machtpolitischen und wahlkampftaktischen Spielen sowie dem Druck weniger, aber starker Lobby-Gruppen zum Opfer fallen! Die Manifestierung bestehender monopolartiger Strukturen in der Energieversorgung mit der einher gehenden Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Kosten durch Umweltfolgeschäden muss verhindert werden! Der Ausbau muss primär durch und mit den Bürgern vor Ort erfolgen.
    2. Die aktuelle Abstandsregelung für Windkraftanlagen muss bestehen bleiben!
      Durch die gültigen Gesetze ist ein Schutz der Anwohner vor möglichen Beeinträchtigungen durch Windkraftanlagen gewährleistet. Die geforderte Erhöhung der Abstandsflächen auf das zehnfache der Anlagenhöhe entbehrt jeder nachvollziehbaren Begründung und würde den Ausbau der Windkraft in Bayern faktisch zum Erliegen bringen.
    3. Der Einspeisevorrang der Erneuerbaren Energien muss bestehen bleiben!
      Erneuerbare Energie Anlagen müssen auch in Zukunft Anspruch darauf haben, Strom ins Netz einzuspeisen, wobei bei hohem Aufkommen von Solar- oder Windkraftstrom konventionelle Anlagen zurückstehen müssen.
    4. Die Entwicklung von Energiespeichern sowie deren Ausbau muss massiv vorangetrieben werden!
      Bezahlbare Energiespeichertechnologien bilden das Rückgrat einer zukünftigen nachhaltigen Energieversorgung, die sich primär aus fluktuierenden Erneuerbare Energien-Anlagen speist.
    5. Die Netze müssen für eine dezentrale Energiewende ertüchtigt werden!
      Der massive Ausbau der Hoch- und Höchstspannungsnetze zugunsten des Ausbaus teurer Offshore Windkraftanlagen muss vermieden werden. Stattdessen müssen die lokalen Verteilnetze für die Integration dezentral erzeugten Stromes aus Erneuerbare Energien-Anlagen umgebaut werden.
    6. Die EEG-Umlage muss gleichmäßig auf alle Stromkunden umgelegt werden!
      Private Endverbraucher dürfen nicht einseitig belastet werden. Die Ausnahmeregelungen für stromintensive Unternehmen müssen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Die Entlastung durch gefallene Börsenstrompreise aufgrund der Einspeisung von Strom aus Erneuerbare Energien-Anlagen muss an alle Verbraucher weiter gegeben werden.
    7. Der Ausstieg aus der Atomkraft muss wie beschlossen umgesetzt werden!
      Jede weitere Verzögerung der Abschaltung von Kernkraftwerken und einer damit verbundenen Verlängerung der Risiken für Mensch und Natur durch die Gefahr von Unfällen muss vermieden werden.
    8. Energieeinsparmaßnahmen müssen stärker gefördert werden!
      Die Energiewende kann nur gelingen, wenn gleichzeitig der Primärenergieverbrauch massiv gesenkt wird. Über Anreiz- und Förderprogramme müssen die immensen Potentiale zur Reduzierung des Energieverbrauchs gehoben werden.
    9. Die CO2-Emissionen müssen massiv reduziert werden!
      Zur Begrenzung des menschengemachten Klimawandels müssen die Emissionen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe konsequent und dauerhaft reduziert werden. Die drohenden Folgeschäden für Mensch und Umwelt und die hiermit verbundenen Folgekosten müssen durch einen wirksamen Emissionszertifikate-Handel auf ein Minimum reduziert werden!
    10. Fracking muss in Deutschland dauerhaft und ausnahmslos verboten werden.
      Wir verfügen aktuell noch über mehr gesicherte fossile Reserven, als dass wir das international gesteckte Ziel der Limitierung der Erderwärmung auf 2° Celsius bei deren unverminderter Verbrennung noch erreichen könnten. Jede weitere Erschließung fossiler Brennstoffe verschärft dieses Problem zusätzlich und lässt uns noch weiter über das 2°-Ziel hinaus schießen, wovor selbst konservative Organisationen eindringlich warnen.

Veranstalter:
Initiative „Energiewende ER(H)langen“, Bund Naturschutz, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV), Aktionsbündnis Energiewende Höchstadt, EnergieTeam der Stadt Höchstadt, Solarmobil Verein Erlangen e. V., Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit der Studierendenvertretung der FAU, Attac Erlangen, Schülerinitiative Plant-for-the-Planet, Weltwärts in Deutschland (WinD), ELIA-Gemeinde Erlangen, Bürgerenergiegenossenschaft EWERG eG,  Bürgerenergiegenossenschaft Bürger für Bürger eG

Dokumentation:
Eine Videodokumentation der Veranstaltung finden Sie hier: Link
Einen Bericht über die Veranstaltung im Fränkischen Tag finden Sie hier: Link
Einen Bericht über die Veranstaltung in den Erlanger Nachrichten finden Sie hier: Link

Mit freundlicher Unterstützung von:
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